von Christian Loibenböck (Text & Bilder)Zuletzt am Freitag, 3. Juli 2026 geändert.
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Am Donnerstag, dem 2. Juli 2026, wurde eine Person als vermisst gemeldet. Da aufgrund der vorliegenden Informationen nicht ausgeschlossen werden konnte, dass die Person in den Mühlkamp gestürzt war, wurden die Feuerwehr Grafenegg zunächst telefonisch verständigt und anschließend um 18:08 Uhr mit dem Alarmstichwort „Menschenrettung – Wasser“ alarmiert. Zeitgleich erfolgte auch die Alarmierung der Feuerwehren Etsdorf und Jettsdorf (Bezirk Tulln).
Nach der ersten Lagebesprechung mit der Polizei wurden umgehend Suchmaßnahmen eingeleitet. Mehrere Suchtrupps begannen, den betroffenen Gewässerabschnitt systematisch abzusuchen. Dabei kontrollierten mit Wathosen ausgerüstete Einsatzkräfte den Mühlkamp direkt im Wasser, während weitere Kräfte die Uferbereiche sowie angrenzende Flächen von Land aus absuchten.
Im weiteren Einsatzverlauf wurde die Suchaktion kontinuierlich ausgeweitet. Zur Unterstützung aus der Luft kamen eine Polizeidrohne, der Notarzthubschrauber Christophorus 2 sowie ein Polizeihubschrauber zum Einsatz. Zusätzlich wurden Suchhundestaffeln angefordert. Die Wasserrettung aus Krems und St.Pölten sowie mehrere Feuerwehrzillen-Besatzungen unterstützten die Suche auf dem Wasser und ergänzten die umfangreichen Suchmaßnahmen.
Da die erste Suchphase leider ohne Erfolg blieb, wurde die Einsatzleitung im Feuerwehrhaus eingerichtet. Von dort aus koordinierte die Einsatzleitung einen zweiten, noch intensiveren Suchdurchgang. Das gesamte Suchgebiet wurde in einzelne Suchsektoren unterteilt, um eine möglichst lückenlose und strukturierte Absuche zu gewährleisten. Für den Suchabschnitt im Bereich Grafenwörth wurde zusätzlich die Feuerwehr Grafenwörth in die Einsatzmaßnahmen eingebunden.
Trotz des großen Personaleinsatzes und der intensiven Zusammenarbeit aller eingesetzten Organisationen konnte die vermisste Person kurz vor dem geplanten Abbruch der Suchaktion aufgrund der einsetzenden Dunkelheit nur noch leblos im Mühlkamp aufgefunden werden. Nach der Bergung der Person wurde die Suchaktion beendet.
Rund 100 Einsatzkräfte verschiedenster Organisationen arbeiteten über mehrere Stunden eng zusammen und setzten bis zuletzt alles daran, die vermisste Person rechtzeitig zu finden.
100 Einsatzkräfte der Feuerwehr
FF Etsdorf
FF Grafenegg
FF Grafenwörth (TU)
FF Jettsdorf (TU)
First Responder
ÖAMTC NAH Christophorus
Polizei
Rotes Kreuz Krems
Suchhundestaffel
Wasserrettung