Samstag, 22. Februar 2014

Bezirksfeuerwehrtag in Dürnstein

von Gernot Rohrhofer

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Zuletzt am Sonntag, 23. Februar 2014 geändert.

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In seinem Tätigkeitsbericht für das abgelaufene Jahr verwies Bezirksfeuerwehrkommandant Martin Boyer auf 4.182 Einsätze und 12.587 sonstige Tätigkeiten, weitere 2.716 Mal rückten die Feuerwehren des Bezirkes zu Übungen aus. "Um der Bevölkerung rasch und effizient helfen zu können, ist es auch wichtig, sich fortzubilden", sagte Boyer und nannte 44 Kurse und Module sowie 449 Ausbildungsprüfungen, die im vergangenen Jahr absolviert worden sind. Rechnet man die 377.000 Arbeitsstunden, die im Vorjahr geleistet worden sind zusammen, haben sich die niederösterreichischen Steuerzahler etwas mehr als 7,5 Millionen Euro erspart.

"Zuletzt der Hilfseinsatz in Slowenien und das Jahrhunderthochwasser im Juni haben gezeigt, wie rasch und effektiv die Feuerwehr helfen kann. Die Bevölkerung in Slowenien hatte keinen Strom, kein Licht und kein Wasser, innerhalb von 40 Minuten konnte aber ein Zugskommando auf die Beine gestellt werden und nur 24 Stunden später sind die ersten Stromgeneratoren in Betrieb genommen worden", sagte Boyer und bedankte sich für den unermüdlichen Einsatz der Kameradinnen und Kameraden. Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner sprach in diesem Zusammenhang von den "Katastrophenschützern Nummer eins", jedoch "ist unser Einsatz nicht selbstverständlich und darf er nicht selbstverständlich werden."

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Landtagspräsident Hans Penz erinnerte an den "Gemeinschaftsgeist" innerhalb der Freiwilligen Feuerwehren: "Wo sonst gibt es eine derartige Vielzahl an Veranstaltungen? Wo sonst ist die Bereitschaft so hoch, zu helfen? Wo sonst engagieren sich ganze Familien?" Die Feuerwehr sei somit das Herz des ländlichen Lebens, ihr Erfolgsrezept die Stärkung und Ausbildung des Charakters. "Der Hilfseinsatz in Slowenien war eine Art Generalprobe und Niederösterreich kann stolz darauf sein, was die Feuerwehr hier geleistet hat", so Penz. Die Herausforderungen während des Hochwassers seien mit "Ruhe und Sachlichkeit gelöst worden". Alleine im Bezirk Krems sind im Juni 400.000 Sandsäcke gefüllt und verbaut worden.

Von einer "beispiellosen Aktion" sprach der Chef des Stabes, Andreas Herndler, im Zusammenhang mit der Dammsicherung in Theiß. Um ein Brechen des unterspülten Schutzdammes zu verhindern, wurden eine 1,5 Kilometer lange Behelfsstraße sowie eine 3,5 Kilometer lange Verteidigungslinie auf der Schnellstraße 5 errichtet, "ein Dammbruch hätte innerhalb von vier Stunden zu einer zwei Meter hohen Überflutung geführt und damit auch die Energieversorgung in Niederösterreich gefährdet", so Herndler. Bezirkshauptfrau Elfriede Mayrhofer kündigte an, dass in "absehbarer Zeit" alle Gemeinden in der Wachau geschützt sein werden, dort, wo es bereits einen Hochwasserschutz gibt, habe sich dieser bewährt. "Heute fließt die Donau wieder ruhig dahin, es gibt aber auch andere Gefahren, die zu bewältigen sind", sagte Mayrhofer.

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Reinhard Resch, Bürgermeister der Stadt Krems, unterstrich die gute Zusammenarbeit aller Blaulichtorganisationen, das gebe ein Gefühl der Sicherheit. Resch sprach auch von 97 Prozent Vertrauen, das die Bevölkerung in die Feuerwehr habe: "Und das zurecht, denn es ist nicht nur der riesengroße Einsatz, sondern auch die Professionalität, mit der die Mitglieder der Feuerwehr an die Sache herangehen. Und immer dann, wenn es gilt, in schwierigen oder gefährlichen Situationen zu helfen, ist die Feuerwehr zur Stelle", so der Kremser Bürgermeister.


Verdienstzeichen des Bundesfeuerwehrverbandes 2. Stufe:
Andreas Herndler (Feuerwehr Krems) und Josef Bernleitner (Feuerwehr Albrechtsberg)

Verdienstzeichen des Bundesfeuerwehrverbandes 3. Stufe:
Christian Schopper (Feuerwehr Krems) und Josef Urban (Feuerwehr Peygarten-Ottenstein)

Verdienstzeichen des Landesfeuerwehrverbandes in Silber:
Karl Mayer (Feuerwehr Dürnstein), Robert Pölz (Feuerwehr Lengenfeld), Christian Pachschwöll (Betriebsfeuerwehr Voest) und Siegfried Sedelmaier (Feuerwehr Baumgarten)

Verdienstmedaille des Landesfeuerwehrverbandes in Gold:
Michael Schweighofer (Feuerwehr Dürnstein) sowie Gerhard Urschler und Alexander Zsivkovits (beide Feuerwehr Krems)

Verdienstmedaille des Landesfeuerwehrverbandes in Silber:
Rolf Latzka (Feuerwehr Langenlois) und Andreas Taller (Feuerwehr Hadersdorf am Kamp)

Verdienstmedaille des Landesfeuerwehrverbandes in Bronze:
Katrin Fischer (Feuerwehr Engabrunn), Michael Heigl (Feuerwehr Höbenbach), Andreas Rester (Feuerwehr Spitz) und Christian Sühs (Feuerwehr Mautern)

Ausbilderverdienstabzeichen in Gold:
Karl Mittermayer (Feuerwehr Stiefern)

Ausbilderverdienstabzeichen in Silber:
Christoph Simlinger (Feuerwehr Nöhagen)

Ausbilderverdienstabzeichen in Bronze:
Christoph Firlinger (Feuerwehr Hadersdorf am Kamp)